
Die richtige Spannung für das Glasherzen
Beim Erhitzen von Brillengläsern geht es vor allem um das richtige Gleichgewicht. Der Wärmegrad muss genau richtig sein – ausreichend, um die internen Spannungen zu beseitigen, aber nicht so hoch, dass die Linse verformt wird.
Wir entwickeln IR-Lampen, die diesen Anforderungen gerecht werden. Doch das eigentliche Geheimnis liegt darin, dass die Hitze normalerweise nicht das größte Problem ist. Das eigentliche Problem ist vielmehr das Stromnetz.
Das Problem mit der Spannung
Die meisten IR-Lampen, die man im Handel findet, sind für 220 V konzipiert. Das ist für einige Anwendungen in Ordnung. Doch wenn man in Nordamerika oder in einer großen Industrieanlage arbeitet, sind meist 110 V, 480 V oder sogar 575 V erforderlich.
Wenn man versucht, eine 220-V-Lampe in einem Netz mit 480 V zu betreiben, funktioniert sie fast sofort nicht mehr. Andererseits ist es genauso frustrierend, wenn die Lampe mit zu niedriger Spannung betrieben wird. Dann entsteht nur eine geringe Wärmeentwicklung, und die Bearbeitungszeiten verlängern sich – was die Produktivität beeinträchtigt. Wir lösen dieses Problem, indem wir den Wolframfaden anpassen – indem wir seine Länge und Dicke regulieren – damit die Lampe zur lokalen Spannungsversorgung passt. So erhält man immer die gleiche Leistung, egal wo die Maschine angeschlossen ist.
Wirkungsvolle Wärmeabgabe
Für diese Lampen verwenden wir hochreinen Quarz. Doch das eigentliche Geheimnis liegt in der spektralen Ausstrahlung. Wir sorgen dafür, dass die Wärme tatsächlich in das Glas eindringt, anstatt nur die Oberfläche zu verbrennen.
Wenn man Lampen mit 575 V verwendet, hat man außerdem den Vorteil, dass der Stromverbrauch geringer ist. Dadurch entsteht weniger Belastung auf die Verkabelung und es gibt weniger Spannungsabfälle über die langen Kabelstrecken in großen Fabriken. Man erhält somit alle benötigte Wärme, ohne dass die elektrische Belastung zu hoch wird.
Ein kurzer Hinweis zur Installation
Wir bieten verschiedene Arten von Endkappen an – dadurch passen die Lampen problemlos in Ihre bestehenden Anlagen. Doch ein Rat: Wenn man hohe Leistungen durch einen kompakten Gehäusekanal leiten will, werden die Halterungen der Lampen stark belastet. Wenn man auf eine 480-V-Anlage wechselt, sollte man auf die Keramikhalterungen achten. Billige Halterungen brechen oft unter der ständigen thermischen Belastung während des Erhitzungsprozesses. Das ist lästig – man muss die Halterungen alle paar Monate austauschen, wenn die Hardware nicht zur Leistung der Lampe passt. Besser ist es, alles von Anfang an richtig zu machen.